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Corporate Publishing wissenschaftlich untersucht

Im Rahmen einer Studie der Universität Hamburg aus dem Jahr 2011 wurde die Wirkung von Corporate Publishing wissenschaftlich untersucht. Der englische Terminus Corporate Publishing ist tatsächlich eine Wortschöpfung aus Deutschland. Der Begriff ist das heute verwendete Synonym für Kundenmedien.
Die Studie „Corporate Publishing – PR als Journalismus“ belegt:

  • Die moderne journalistische Arbeit in professionellen Kundenmedien braucht sich vor den klassischen Journalisten nicht zu verstecken. Die Qualität der Inhalte im kommerziellen Bereich übertrifft häufig sogar das Niveau redaktioneller Inhalte aus Nachrichtenmagazinen und Zeitungen.
  • Eine festgefügte Redaktion kann die Qualität der journalistischen Beiträge (im Gegensatz zu rein projektbezogenen Arbeiten) zusätzlich stärken.
  • Die Anzahl und Auflagenstärke (ca. 990 Millionen Exemplare gedruckter Kundenmedien im gesamten deutschsprachigen Raum; Stand 2011) der gedruckten Kundenmedien nimmt weiter zu und wird weiter zunehmen. Parallel ist der Anspruch der Kunden gestiegen – die kritische Auseinandersetzung der Kunden mit den Medien nimmt weiter zu. Eine professionelle Realisierung der Kundenmedien ist dadurch heute wichtiger denn je – durch sie werden nachweisbar effektiver Kommunikationsziele erreicht, sowie gewünschte Werbebotschaften vermittelt und angenommen.
  • Entgegen dem früher fälschlicherweise prognostizierten Ende der Printmedien nimmt deren Bedeutung als glaubhafte Medien zu. Das Bedürfnis nach glaubhaften, authentischen Informationen ist groß. Deshalb wachsen die Auflagen der gedruckten Kundenmedien kontinuierlich. Besonders stark wachsen die Auflagen in den Branchen Gesundheitswesen, Reise, Tourismus, Industrie, Technologie und Energie.
  • Die Inhalte und die Ausrichtung der Artikel sind stark von den Rückmeldungen der Kunden beeinflusst. Positive Zuschriften spielen eine große Rolle, jedoch wird im Bereich der Kundenmedien besonders auf Kritik geachtet, was z.B. beim Kundenmagazin der Lufthansa zu einem Verzicht auf Bikini-Fotos geführt hat.
  • Kundenzeitschriften und Mitgliedermagazine besitzen eine besonders hohe Glaubhaftigkeit und Akzeptanz, da sie neben den akzeptierten Werbebotschaften dem Leser einen echten Mehrwert bzw. Kundennutzen bieten.
  • Die Umfragen im Rahmen der Studie ergaben, dass die gedruckten Kundenmedien (Printmedien) den wichtigsten und glaubwürdigsten Part im Kommunikationsmix zwischen Unternehmen und (potenziellen) Kunden übernehmen.
  • Kundenmagazine und Mitgliederzeitschriften bieten Unternehmen eine effektive und wirtschaftliche Alternative zu herkömmlichen Werbemaßnahmen in Publikumszeitschriften (Anzeigen, PR-Artikel).
  • Die Zielgruppe eines Kundenmagazins oder einer Mitgliederzeitschrift ist klar umrissen. Alle Werbebotschaften können dadurch strategisch ausgerichtet werden. Publikumszeitschriften weisen, durch den Versuch eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen, einen sehr hohen Streuverlust auf. Dieser Streuverlust ist teuer. Die Kommunikation an eine klar definierte Zielgruppe ist wesentlich effektiver.
  • Die Lebensdauer einer Kundenzeitschrift bzw. eines Mitgliedermagazins ist im Durchschnitt höher als die einer Publikumszeitschrift.

Die Ziele der Unternehmen beim Einsatz des Mediums Kundenmagazin sind laut Umfrage:

  • Erregen von Aufmerksamkeit am Markt und Durchsetzen im Wettbewerb
  • Imageaufbau und -pflege für das Unternehmen
  • Kontaktaufbau mit neuen Kunden
  • Vertrauen der Leser/Kunden gewinnen, erhöhen und verfestigen
  • Erhöhung der Kundenzufriedenheit durch kostenfreien Mehrnutzen für den Kunden
  • Erhöhte Identifizierung des Lesers mit dem Herausgeber, also dem Unternehmen
  • Weitere Bindung der bereits gewonnenen Kunden und Geschäftspartner

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